Hauptschule Bremervörde
Arbeitsgemeinschaft „Reiten“
Leiterin: Gesche Kleen, Trainerin C im Reiten als Schulsport
Betreuerin: Sandra Fischer
Teilnehmerzahl: 6-8
Termin: Mittwoch 14.00 – 15.30 Uhr
Seit 2004 bringt die Hauptschule Bremervörde in Kooperation mit dem Reitverein Barchel u. U. den SchülerInnen der Schule den Reitsport näher.
Die wöchentliche, 2-stündige Arbeitsgemeinschaft „Reiten“ findet seit dem 01.02.2008 Mittwoch nachmittags von 14.00 bis 15.30 Uhr statt.
Ein Taxi bringt die SchülerInnen von der Schule zur 10 km entfernten Reithalle nach Barchel und die Eltern holen ihre Kinder in Fahrgemeinschaften wieder ab.
Der Reitverein stellt die Schulpferde und Ponys sowie die Reitanlage für die AG „Reiten“ zur Verfügung.
Je nach Erfahrungen der SchülerInnen im Umgang mit den Pferden und im Reiten können 6-8 SchülerInnen teilnehmen. Sie bekommen Einzelunterricht an der Longe, reiten alleine und in der Gruppe. Zur Übung der Balance und des Sitzes wird regelmäßig voltigiert. Dies nimmt zudem auch Ängste vor den schnelleren Gangarten (z. B. Galopp).
Die dreidimensionale Bewegung beim Reiten erfordert eine Körperbeherrschung, die den SchülerInnen erhebliche Koordinierung von verschiedenen Bewegungsmustern verlangt. So müssen die Hände, Beine und der Sitz unabhängig voneinander bewegt werden um dem Pferd die korrekten Hilfen geben zu können.
Die zusätzliche Betreuerin ermöglicht, dass 2 SchülerInnen gleichzeitig an der Longe Sitzübungen machen. Die ist notwendig, da auch Anfänger die AG besuchen. Diese brauchen teilweise 1 Jahr, um auch ohne Longe das Pferd reiten und dirigieren zu können.
Der Umgang mit den Pferden steht allerdings immer im Vordergrund. Die SchülerInnen müssen das Verhalten der Tiere einschätzen und deuten können, damit sie der „Gefahrenquelle Pferd“ sicher begegnen können.
Das Ansprechen der Pferde und ihre natürlichen Verhaltensweisen in der Box, in der Stallgasse, auf dem Paddock oder auf der Weide mit den entsprechenden Sicherheits- und Verhaltensregeln wird anfangs erarbeitet und dann unter Aufsicht ständig geübt.
So gehört es zum normalen Ablauf, dass die SchülerInnen die Pferde selbstständig aus der Box oder von der Weide holen, sie putzen, satteln und auftrensen, bevor sie „reiten“ dürfen. Der entsprechende Ablauf ergibt sich nach dem Reiten.
Hier ist die zusätzliche Betreuerin vorteilhaft um schwierige Situationen schnell erkennen und entschärfen zu können.
Die artgerechte Haltung, gesunde Ernährung und Pflege der Pferde werden auch thematisiert.
Neben den sportlichen Bereichen werden gerade die sozialen Kompetenzen der SchülerInnen gestärkt. Durch den Umgang mit den anderen SchülerInnen und dem Pferd wird das Selbstvertrauen geschult, da es wichtig ist sich dem Pferd gegenüber durchzusetzen. Nicht umsonst werden auf Managerseminaren Pferde immer häufiger eingesetzt um Führungsstärken zu demonstrieren und zu üben.
Die SchülerInnen müssen sich absprechen: Wer holt welches Pferd von der Weide? Wer darf zuerst reiten? Wer reitet auf welchem Pferd?
Diese Absprachen, das Vorlassen bzw. auch das Zurückstehen erfordern ein erhebliches Maß an Teamfähigkeit, welches die SchülerInnen entwickeln, ausbauen und ständig üben können.
Außerdem muss man das Pferd respektvoll behandeln und im richtigen Moment Ruhe bewahren können. Hektische Bewegungen und laute Schreie sind im Umgang mit Pferden keine Lösungen um Probleme in den Griff zu bekommen. Das Gegenteil ist der Fall. Dies Verhalten lässt sich auf viele Situationen (auch in der Schule) übertragen, in denen Ruhe bewahren schnell und effizient zum Ziel führt.